Bremer Colloquium
Der Notfall Planeten Bremen war vom 22. bis zum 23.09.2014 mit dem Projekt „Wassersparen in Bremen: Ressourcenschutz mit Firmen, Institutionen und Haushalten“ auf dem Bremer Colloquium „Produktionsintegrierte Wasser-/Abwassertechnik - Abwassertechnik der Zukunft –Nachhaltige Lösungskonzepte-“ vertreten. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde die Maßnahme „Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs in den Sanitäranlagen der Universität Bremen“ während der Poster Session vorgestellt. Das interessierte Fachpublikum war überzeugt von der Notwendigkeit der Maßnahme. Diskussionsbedarf gab es zu der Frage, ob Wassersparen in Bremen sinnvoll ist. Als Gegenargumente wurden die ausreichenden Wasservorkommen und die Nachteile für die Wasser- und Abwasserleitungen angeführt. In den Abwasserleitungen kann der niedrige Wasserverbrauch dazu führen, dass Fäkalien nicht vollständig abtransportiert werden, liegen bleiben, faulen und Schwefelsäure bilden, was insgesamt zu Korrosionsschäden in den Abwasserkanälen führt. In den Trinkwasserleitungen kann eine Spülung notwendig werden, um einer Verkeimung durch zu lange Standzeiten vorzubeugen. Allerdings entstehen diese Probleme nicht nur durch Wassersparmaßnahmen, sondern haben ihre Ursache auch in überdimensionierten Leitungen sowie in der regionalen Bevölkerungsabnahme.
Die Teilnehmer haben jedoch der Tatsache zugestimmt, dass Trinkwasser ein Lebensmittel ist, mit dem sorgsam umgegangen werden sollte und aus dieser Sicht heraus Wassersparen auch in Bremen sinnvoll ist. Letztlich ist bekannt – wir haben nur ein Wasser. Wir können es nicht vermehren und durch nichts ersetzen.
Der Notfall Planeten Bremen ist nicht nur auf dem Gelände der Universität aktiv. Im Rahmen des Projektes Wassersparen in Bremen bietet der Notfall Planeten Bremen für jedes öffentliche Gebäude und auch für jedes Gebäude, welches einem eingetragenen Verein gehört oder von diesem unterhalten wird, ein kostenloses Gutachten bzgl. des Trinkwassereinsparpotentials an.
